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Die steirische Landesarbeitsgemeinschaft BE 2001 setzte sich mit der Thematik Text-Bild auseinander. Lehrer der Gegenstände D und BE arbeiteten damals mehrtägig in beiden Sparten: Die Verflechtung der Inhalte und das "Hineinschnuppern" in einen anderen Unterrichtsgegenstand waren befruchtend, aber nicht jedermanns Sache, vor allem wenn fachspezifische Inhalte und Termini angesprochen wurden, die für den Bereichsfremden völliges Neuland darstellten.

Ausgehend von dieser Erfahrung und beruhend auf der Tatsache, dass für die Bezirks-Arbeitsgemeinschaft nur ein Tag zur Verfügung steht, beschränkten wir uns auf einen Teilaspekt des gesamten Themenkomplexes.
Absicht unserer Veranstaltung war es, am Beispiel Bilderbuch, bei dem sich Text und Bild zwangsläufig begegnen und durchdringen, das wechselseitige Verhältnis von Text und Bild theoretisch zu beleuchten und praktisch zu erproben.
Verwendet man den Begriff Illustration, dann mag sofort wieder eine Priorität des Textes und die Funktion des Bildnerischen als Dekor assoziiert werden. Dass dem nicht so ist, haben die von uns eingeladenen Referenten - für alle Teilnehmer nachvollziehbar - eindrucksvoll bewiesen.
Wir verzichteten darauf, die AG als eine Veranstaltung abzuhalten. Vielmehr schien uns das Experiment sinnvoll, zwei Arbeitsgemeinschaften parallel durchzuführen, zur selben Zeit, am selben Ort und mit einem gemeinsamen Ziel. Mit Helga Bansch wurde eine Referentin gefunden, die sich für unser Veranstaltungskonzept als idealer Partner erwies: im Nachbarbezirk ansässig, als Lehrerin aktiv tätig und gleichzeitig als mehrfach ausgezeichnete Kinderbuchilllustratorin weit über die Grenzen bekannt. Außerdem öffnete sich über sie der Weg zum zweiten Referenten, Heinz Janisch, mit dem sie seit Jahren gemeinsame Projekte unternimmt und der sich neben seiner Tätigkeit beim ORF als Kinderbuchautor international einen Namen gemacht hat.
Es war nicht schwer, die Zustimmung des Buchklubreferenten zu gewinnen, der schließlich die Leitung der Deutsch-Arbeitsgemeinschaft übernahm.
Organisatorisch lief die Doppelveranstaltung nach dem Schema Plenum - FachAG - Plenum ab.
Nach einführenden Vorträgen der beiden Referenten und der gemeinsamen Zieldefinition arbeiteten die Teilnehmer der BE- und der D-AG  bis zur Mittagspause getrennt an der ersten von zwei praktischen Aufgabenstellungen.
Entsprechend dem Handlungsmuster "Aktion" - "Reaktion" wurden in der Mittagspause Ergebnisse der praktischen Arbeit getauscht.
Wurde am Vormittag gehandelt, so musste jetzt reagiert werden: Die Deutschlehrer erhielten Bilder, zu denen sie ein sprachliches Äquivalent texten mussten. Die BE-Lehrer zogen aus der Textebox am Vormittag entstandene Kurzprosa oder Gedichte, die sie bildnerisch umzusetzen hatten.
Beim abschließenden Plenum wurden die Ergebnisse präsentiert. Text&Bild wurden vorgestellt und kurz diskutiert.
Den Äußerungen vieler Teilnehmer zufolge darf angenommen werden, dass das Experiment gelungen ist.

Alois Schaberl


konzept&organisation: g.bichler, a.schaberl  -  gestaltung&design: a.schaberl