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| Nussknacker-Programmreihe | [ABeZeDe]-Lernkartei |
Nussknacker
Das Lernspiel ist so konzipiert, dass für die Bedienung keine
Maschinschreibkenntnisse vorausgesetzt werden müssen.
(Einsetzbar daher schon in der Volksschule!)
Das Programm enthält in der Vollversion umfangreiche Datenbanken
mit Satzbeispielen und zahlreiche Übungstexte. Nach unserem
Prinzip "offener Programme" sind sowohl die Datenbanken
editierbar und erweiterbar, ebenso können beliebige weitere
Textbeispiele in die Übung einbezogen werden.
Die Module "TRAINING" und "WETTKAMPF", 2 Wege - ein Ziel!
Training: Themengebundenes Lernen, spezifischer Aufgabenbereich,
Kommunikation durch Kontext-Hilfe und Einsatz des
"Assistenten", Arbeit ohne Zeitdruck.
Auswahl von Übungsthemen aus einer Vielzahl von
Aufgabenstellungen ebenso wie die Möglichkeit sich "Übungsprofile" nach unterschiedlichsten
Gesichtspunkten individuell zusammenzustellen.
Die Lernwörter werden im Satzzusammenhang angeboten. Der Anwender liest und kann sich auf dem ARBEITSBILDSCHIRM mit
Maus oder Cursor völlig frei bewegen.
Dabei wird es ihm erspart, mit der Tastatur zu schreiben. In der
Fußzeile befinden sich Schaltflächen mit der momentan aktuellen
Buchstabenauswahl. Nach Anklicken eines der Icons verwandelt sich
die Einfügemarke in das jeweilige Zeichen: Mit Mausklick links
kann es an jeder beliebigen Stelle im Text abgesetzt werden...
Auf Wunsch erhält der Anwender jederzeit unterstützende Tipps
und Hilfen (Kontextbezogene Hilfedatei mit Beispielen und Regeln,
Tipp-Assistent mit nützlichen Schreib-Hinweisen zum aktuellen
Wort).
Eine Fehleranalyse, auf individuelle "Hauptfehlerquelle"
abgestimmte Zusatzübungen, Arbeitsprotokoll und die Möglichkeit des
Ausdrucks von Lückentexten zur schriftlichen Nachbearbeitung dienen der
Sicherung des Lernerfolgs.
Wettkampf: Überblick, Sichern und Festigen in Spielform .. Beim "Wettkampf" werden ganze Texte zur Bearbeitung
ausgegeben.
Dem Übenden steht eine bestimmte Arbeitszeit zur Verfügung.
(Zeitfaktor einstellbar)
Man bewegt sich frei im Text und lässt seine Eingaben
überprüfen, wenn man glaubt, alle Änderungen vorgenommen zu
haben.
Im Fehlerfalle wird der Lernende so lange aufgefordert, seinen
Text zu überarbeiten, bis alle Problemfälle gelöst sind bzw.
bis die vorgegebene Arbeitszeit verstrichen ist.
Anschließend kann er sich mit seiner Arbeitsleistung in eine
Rangliste eintragen lassen, in der er zumindest als 30.
erscheint.
GraMax1
Wie die Nussknacker-Programmserie bietet auch GraMax1 zwei Module an. Im
Unterschied zu Nussknacker enthält GraMax1 statt des Wettbewerbsmodus das Modul
Lernkartei, bei dem eine vorher definierte Aufgabenstellung als individuelle
Lernkartei abgespeichert wird. Dadurch ist eine gezielte Arbeit garantiert, da
die Arbeit des Anwenders protokolliert wird und ihm in späteren Sitzungen bis
zur Festigung Analogiebeispiele seiner Problemwörter geboten werden.
Der Lehrer verfügt über ein Administrationstool "Teachers only", mit
dem er neue Karteien erstellen und für ganze Schülergruppen vervielfältigen
kann bzw. bearbeiten oder löschen kann. Dieses Tool gewährt ihm jederzeit
Einblick in den genauen Arbeitsverlauf seiner Schüler.
Während der Arbeit stehen dem Schüler eine kontextsensitive Hilfe über das
"Telefon" sowie der rettende Notarztkoffer im Problemfall zur
Verfügung.
Die Ausstattung wird komplettiert durch ein Zusatzprogramm, mit dem der Lehrer
die vorhandene Datenbank bearbeiten, beliebig verändern und neue erstellen
kann.
[ABeZeDe] - Lernkartei
Kinder, die Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung haben, haben - auch wenn die Ursachen für das Phänomen sehr unterschiedlich sein können - eines gemeinsam: Sie versuchen Wörter so zu schreiben, wie Sie sie hören.
Gute Rechtschreiber verwenden eine andere Strategie. Der gedankliche oder diktierte (auditive) Input wird direkt in ein inneres Wortbild umgesetzt: Der Schreiber sieht das Wort sozusagen gedanklich vor sich und vergleicht das Bild mit seinem Erfahrungsschatz. Löst das Wortbild ein Gefühl der Vertrautheit aus, so wird das Wort korrekt buchstabiert oder geschrieben.
Schlechte Rechtschreiber haben diese innere Kontrollinstanz nicht. Sie können sich das Wort nicht gedanklich vorstellen und es vor ihrem inneren Auge sehen, weil sie fast ausschließlich auditiv (= phonographisch) buchstabieren. Sie tendieren daher so zu schreiben wie sie hören. Diese Strategie führt jedoch häufig zum Scheitern. Grund dafür sind nicht nur schlampige Sprechweise oder Einfluss der dialektgefärbten Sprache , sondern die Tatsache, dass häufig Wörter nicht so geschrieben werden, wie man sie spricht.
Ausgehend von diesen grundlegenden Erkenntnissen haben wir mit dem vorliegenden Programm den optischen Zugang zum Wort gewählt und versuchen in einigen Abwandlungen den Weg des schrittweisen Verankerns von Wortbildern im Langzeitgedächtnis:
- Ein Beispiel wird vorgegeben (diverse Anspruchsebenen und Vorgabemethoden).
- Durch bewusstes Schauen soll das Wortbild erfasst werden: Es muss vor dem "geistigen Auge" des Kindes sichtbar (im Kurzzeitgedächtnis gespeichert) werden.
Erst dann kann eine richtige Wiedergabe ohne Wortvorlage gelingen.
- Durch zeitversetztes Repetieren soll das Wortbild auf Dauer gespeichert (ins Langzeitgedächtnis transferiert) werden.
Das Programm orientiert sich am Prinzip des klassischen Karteikastens, dem von Seiten der Fachliteratur nur gute Zeugnisse ausgestellt werden, der allerdings wegen seines erhöhten Arbeitsaufwands leider zu selten Anwendung findet und überdies in seiner herkömmlichen Form zwei Nachteile hat: Die Arbeit ist anfällig für Fehler (Verwaltungs- und Korrekturproblem) und verlangt vom Anwender große Disziplin.
Oben erwähnte Mängel existieren bei der digitalisierten Form der Lernkartei praktisch nicht. Im Gegenteil: Die Lernkartei als Computerprogramm ist aus mehreren Gründen wertvoll. Zum einen stellt sie ein einfach zu handhabendes Instrument dar, zum anderen ist dieses "Trainingsgerät" vom Schüler selbständig nutzbar. Vor allem aber motiviert es durch seine spielerischen Elemente den Übenden zum Weitermachen, ermutigt dadurch, dass Fortschritte honoriert werden. Der Schüler hat somit ein Ziel vor Augen und sieht, dass Üben etwas "bringt", wenn es auch nur Bestätigungen sind, dass er ein bestimmtes Wort bereits aus dem letzten Fach verabschiedet hat. Ein Vorteil der Arbeit mit der Lernkartei ist auch, dass die persönliche Leistung nicht direkt mit der Klasse verglichen wird, sondern der individuelle Lernfortschritt sichtbar und gewürdigt wird.
Wesentlich erscheint auch, dass das Prinzip der Lernkartei eine entsprechende "Lernökonomie" gewährleistet: Lerne und übe das, was noch nicht abgesichert ist. Der Lernende soll von unnötigem Ballast verschont bleiben.
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